Das Rote Kreuz zeichnete seine langjährigen Freiwilligen aus
Die Bereitschaften und die Wasserwacht des BRK Kreisverbands Landshut haben am ihre langedienten Ehrenamtlichen geehrt. Im Saal des BRK Seniorenwohnsitzes am Hofberg begrüßten Kreisbereitschaftsleiter Volker Andorfer und der Vorsitzende der Kreiswasserwacht Landshut Florian Suttor fast 50 Mitglieder der BRK-Bereitschaften und ihre Angehörigen und zeichnete sie für 25, 40 und sogar 50 Jahre ehrenamtlichen Dienst aus. Besonders verdienten Mitgliedern wurden zudem Ehrennadeln überreicht.

„Viele reden vom Helfen, Sie aber tun es – und das seit vielen, unermüdlichen Jahren“, dankte Andorfern den Anwesenden, deren Reihen durch die grassierende Grippewelle stark dezimiert waren. Neben vielen anderen musste auch der Landshuter OB Alexander Putz, die Vilsbiburger Bürgermeisterin Sibylle Entwistle sowie der BRK Kreisgeschäftsführer Robert Pippig ihre Teilnahme absagen. Letzterer wurde vertreten durch den Leiter des Rettungsdienstes Michael Ingerl. Vor Ort waren aber die Gastgeber Kreisbereitschaftsleiter Volker Andorfer und der Chef der Kreiswasserwacht Landshut Florian Suttor, ihnen zur Seite stand der Vorsitzende des BRK und Direktor des Amtsgerichts a.D. Werner Loher.
Die vielen Ausfälle minderte nicht den Stolz, den Andorfer für seine Einsatzkräfte zum Ausdruck brachte, man sei „eine Familie“. Dazu zählte er auch die Vertreter der befreundeten Einheiten von Polizei, THW, Katastrophenschutz, Freiwilliger Feuerwehr, Johanniter und Malteser, die ebenfalls zahlreich erschienen waren. Mit ihnen gebe es jederzeit und unter allen zeitweise widrigen Umständen eine vertrauensvolle Zusammenarbeit. Nicht unerwähnt ließ er die Angehörigen der Helfer, die für Einsätze stets zurückstecken müssen: „In vielen Jahren haben Sie viele Stunden auf Ihre Liebsten verzichtet – Ihnen gilt unser besonderer Dank!“
Florian Suttor fügte dem hinzu, dass es ja nicht nur die Einsatzzeiten seien, die aufs Konto schlügen. Die Ehrenamtlichen müssen sich ja auch außerhalb ihrer Dienstzeit laufend fortbilden, geistig mit ihren Aufgaben auseinandersetzen und sich erst einmal auf den teilweise langen Weg dorthin machen. „Diese Stunden sieht keiner – aber wir wissen darum und danken Ihnen! Das Ehrenamt ist kein Hobby, es ist ein Dienst an der Gesellschaft.“
Der Vorstandsvorsitzender des BRK Werner Loher bezeichnete das Ehrenamt entsprechend auch als das „Rückgrat der Gesellschaft“: „In Bayern sind 14,7 Millionen Menschen in der einen oder anderen Form ehrenamtlich tätig, viele davon langfristig. Sie leisten mehr und anderes, als was der Staat bieten kann. Dafür gebührt Ihnen höchste Anerkennung.“ Auch wisse er, wovon er rede, er betreue sein teilweise zeitraubendes Amt ja auch ehrenamtlich.
Stadtrat Ludwig Zellner, der den OB vertrat, überbrachte den Dank der Stadt Landshut. „Helfer werden immer benötigt, oft schlägt ihnen aber auch Undank entgegen, wie man aktuell am Beispiel des Präsidenten des Bayerischen Bauernverbands (BBV), Günther Felßner, sehen kann.“
Anschließend wurden die Urkunden, Orden und Ehrennadeln verliehen. Die Geehrten kamen aus praktisch allen Bereitschaften und Einheiten des Kreisverbandes, also neben der Stadt Landshut auch aus Vilsbiburg, Geisenhausen, Ergolding, Ergoldsbach, Rottenburg, Obersüßbach, Neufahrn, Aham-Loizenkirchen, Bodenkirchen, Buch am Erlbach, Essenbach, Gerzen, Pfeffenhausen, Postau, Seyboldsdorf und Velden.